Die Kunst von Elena Nesterenko hat die besten Traditionen der russischen und deutschen Schule der Musikinterpretation integriert. Bestechende Ausdruckskraft und Tiefe des Eindringens in die Intention eines Komponisten, emotionale Fülle, Beherrschung feinster Nuancen und Geheimnisse musikalischer Energien, präziseste Phrasierung und Üppigkeit vielfarbiger Palette verbinden sich in ihrer Spielmanier mit einer makellosen und geschliffenen Technik.

“Einfach genial! Ihre Interpretation meiner Zweiten Sonate ist meiner eigenen Hörweise am nähesten und zwar von allen Pianisten, die je die Sonate gespielt haben!” (Rodion Schtschedrin)
„Sie haben ein riesengroßes Herz und brillante Finger“ (leitender Musikkritiker Münchens Joachim Kaiser)
„Ganz selten kann man eine dermaßen ausdrucksvolle Klavierinterpretation von „Isoldens Liebestod“ hören. Außerdem hast du mich mit deinen Tremolos einfach bezaubert! (Radu Lupu).

Elena wurde in Moskau in eine Ingenieur-Mathematikerfamilie geboren und hat die ersten 10 Jahre ihres Lebens einem intensiven Eiskunstlauftraining gewidmet. Als sie eine Sportmeisterschaftskandidatin gewesen ist, träumte sie von der Teilnahme an der Olympiade. Ihre Eltern aber, die seit ihrer Kindheit an ihren reinen Gesang hörten, sind sich sicher gewesen, dass ihre Tochter auch musikalisch begabt ist und haben ihr deshalb angeboten, Klavierunterricht an einer Musikschule zu nehmen. Einige Jahre später konnte sie sich ihr Leben ohne Musik nicht mehr vorstellen.

1985 wurde Elena an der Ippolitow-Iwanow-Musikfachschule in der Klasse eines erstaunlich feinfühligen Pädagogen O.A. Pawlowa aufgenommen, die ihr tiefe Liebe zur Musik anerzog und fundamentale Grundlagen solider Virtuosität beibrachte. Nach der Beendigung des Studiums mit Auszeichnung wurde Elena im Jahr 1989 am Moskauer Tschaikowski-Staatskonservatorium in der Klasse von E.G. Mogilewski und später, nach seiner Abreise nach Brüssel, in der Klasse des Professors E.R. Richter immatrikuliert – beide exzellente Pädagogen, Nachfolger der berühmten Neuhaus Klavierschule. 1995, nach einem glanzvollen Studienabschluss am Konservatorium gewann Elena einen Preis beim internationalen Pianistenwettbewerb in der italienischen Stadt Mazara del Vallo und erhielt das Angebot, eine Fortbildung am Promotionskolleg in Groningen (Holland) beim Professor A.B. Makarow-Goldfeder zu absolvieren. Insbesondere ihm verdankt sie eine unermüdliche Suche nach unkonventionellen Lösungen, Klangfarben, „geheimen Obertönen“ und Vokalklang des Flügels.

„Eine reiche Palette von Anschlagsnuancen, gepaart mit einem fulminanten Espressivo-Spiel entzückte das Publikum… Höhepunkt des Abends war die Interpretation der „Tannhäuserouvertüre“… Den Abschluss des fast dreistündigen, gut besuchten Konzertabends bildete „Isoldes Liebestod“. Hier zog die Pianistin noch einmal alle Register.“ (Gießener Anzeiger, 2013, „Lebendig und glutvoll“)

Nach ihrer Promotion 1997 erhält Elena Nesterenko zusammen mit dem Konzertdiplom höchsten Ranges mit Auszeichnung das dazugehörige Stipendium der Andrea-Elkenbracht-Stiftung für das weitere Studium am Promotionskolleg im Ausland. So konnte der Traum der jungen Pianistin in Erfüllung gehen – wertvolle Kenntnisse vom Vertreter der berühmten deutschen Klavierschule, Nachfolger der Traditionen des herausragenden Wilhelm Kempff, einem brillanten Pianisten Prof. Gerhard Oppitz zu erlangen. Von ihm hat sie das perfekte Stilgefühl für die Werke Wiener Klassiker, feines Pedalspiel, Erfassung und Verstehen musikalischer Strukturen sowie genauen Aufbau der Musikformen.

1998 hat Elena nach dem Abschluss an der Hochschule für Musik in München nicht nur einen Meisterdiplom erhalten, sondern auch das Angebot, den Lehrauftrag an dieser weltberühmten Hochschule zu übernehmen.

„… Elena Nesterenko kann wie ein Teufel spielen und würde selbst Liszt mit Stolz erfüllen“ (2011, Borbecker Nachrichten)

Ihr CD-Debütalbum mit den Werken von Liszt (Klaviersonate h-moll), Skrjabin (2. Klaviersonate gis-moll op.19) und Schostakowisch (Präludium und Fuge e-moll op.87) hat sofort die Aufmerksamkeit berühmter Musikanten auf sich gelenkt.

“Deine Aufnahme der Liszt-Sonate braucht den Vergleich mit den berühmtesten Einspielungen unserer nicht mehr lebenden Kollegen Arrau, Curzon, Gilels und Richter nicht zu scheuen…“(Gerhard Oppitz)

“Sie ist eine ernstzunehmende Künstlerin“ (Alfred Brendel nach einem gemeinsamen Anhören der Liszt-Sonate im Gespräch mit R. Söll, Konzert- und Festspielveranstalter, Inhaber und Geschäftsführer großer Konzertserien in Regensburg, Mannheim, Essen und Berlin)

“Ihre Interpretationen sind sehr tiefgreifend und gehaltvoll“ (Pianist Grigory Sokolow in einem Brief über diese CD)

Es folgten Einladungen zu berühmten Festivals und in renommierte Konzertsäle Europas. Hier sind nur einige wichtigste Konzerte in der Zeitperiode 1998-2007 genannt:

Groningen Oosterpooert (Holland) (1998), Hypoklavierzykus – Konzerttournee in Berlin, München und Prag (2001), Theater in Arcore/Italien (2002), Herkulessaal in Münchner Residenz (2003), Festspiele „51. Europäische Wochen“ in Passau (2003, 2007), „Odeonconcerte“ Regensburg (2004), „Meisterkonzerte“ Wetzlar (2001, 2007), Weidener Meisterkonzerte, Regensburg mit dem Philharmonischen Orchester Regensburg (2005), Gastkonzerte im Jahr 2005 mit Peter Sadlo, Klaus Schwärzler und Anna Gourari auf Festivals in Schwetzingen, Beethovenfest Bonn, in der Meistersingerhalle in Nürnberg, im Kursaal Meran (Italien), Auftritte in 2006 mit Stefan Schilling und Yves Savary in München und an den „Rieser Kulturtagen“ in Reimlingen, Konzerttournee 2006 mit Solo-Klavierabenden in Saarbrücken, Frankfurt am Main, München, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart.

„Es ist ihre Berufung“, – schrieb man in der Zeitung „Die Welt“ nach ihrem Debüt in Berlin (2001)

2007, einige Monate nach der Aufnahme des Klavierstückzyklus von N.K. Medtner „Vergessene Motive“ op. 38 für den Bayerischen Rundfunk kam die Tochter von Elena Nesterenko – Eleonore – zur Welt, der zuliebe die glückliche Mutter ihre intensive Konzerttätigkeit für 3 Jahre unterbrochen hat.

2010 kehrt die Pianistin nach und nach wieder auf die Bühne, wobei sie jedoch auf langfristige Reisen verzichtet und ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich auf Konzerte innerhalb Deutschland fokussiert. Eines Tages hat sie die Idee, ihr eigenes Festival in der Nähe von Regensburg, am Fluss Regen, in den malerischen bayerischen Landschaften zu organisieren. Konzerte des Musikfestivals „Klassik am Regen“ wurden von den Kritikern und dem Publikum mit Begeisterung aufgenommen. In der ersten Saison trat Elena Nesterenko zusammen mit Nils Mönkemeyer, Siegfried Mauser und „Minquet Quartett“ auf.

„… Der Abend, der das von Elena Nesterenko organisierte Musikfestival „Klassik am Regen“ eröffnete, wurde zu einer Sternstunde der Kammermusik…“ (2010, MZ)

„… Auf dem Abschlusskonzert des Festivals „“ in Wolfgangsaal spielte… Minquet Quartett, das den deutschen Musikpreis „Echo“ für seine Aufnahme der Streichquartette von P. Ruzicka erhielt. Zusammen mit Elena Nesterenko haben die Musiker das Klavierquintett op. 44 von Robert Schumann vorgetragen. In einem tadellosen Ensemble mit Nesterenko hat das Quartett dieses monumentale Werk sicher und tief dargelegt. Innere Begeisterung der Musikanten hat den Zuhörern eine musikalische Sternstunde geschenkt.“ (2010, MZ)

Auf dem Festival 2011 spielte Elena Nesterenko erfolgreiche Konzerte mit überragenden Künstlern Stefan Schilling, Viktoria Kaunzner und Lutz Görner sowie weltberühmten Matthias Kirschnereit, Adrian Brendel und Anna Serova.
Zwischen 2011 und 2014, abgeseheн von einigen Auftritten mit dem berühmten Schauspieler, Oscar-Preisträger Maximilian Schell sowie mit dem Regensburger Kammerorchester und SUK-Kammerorchester Prag, hat Elena auf mehr als 120 Konzerten im Rahmen des Projekts „Kosmos Liszt“ gespielt und trat auf deutschlandweitem Tournee zusammen mit dem prominenten deutschen Rezitatoren Lutz Görner auf.

„… Der ganze Fokus der Aufmerksamkeit wurde auf das Programm der Pianistin Elena Nesterenko, das einen ganzen Abend füllen könnte, gelenkt. In ihrer Interpretation von Chopins Werken hat sie Frische, Virtuosität, bestechende Ausdruckskraft und Tiefsinnigkeit vereint… In Elena Nesterenko hat Lutz Görner einen genialen Partnern für solch eine Aufführung gefunden. Mazurken, Polonaisen, Nocturnes, Elena Nesterenko hat sich voll und ganz von dem Strom der Musik Chopins mitreißen lassen und brauste mit einer ruhigen Zuversicht und Leichtigkeit eines großen Virtuosen auch durch die schwierigsten Etüden Chopins, trotz unterbrechender Erzählungen von Görner hindurch“ (2014, Lüdenscheider Nachrichten)

„…Die Zuhörer erlebten einen absolut unvergesslichen Abend, besonders dank der wundervollen Elena Nesterenko am Klavierflügel. Man konnte sich von ihrem magischen Spiel nicht mehr losreißen. Sie zeigte sich als ein erleuchteter Interpret grandioser Musik Wagners und erntete wohlverdiente Liebe des Publikums… Mit einer frenetischen Begeisterung wurde die Tannhäuser Ouvertüre aufgenommen…“ (2014, Schwerter Zeitung)

Sendungen über das Schaffen berühmter Pianistin und ihre Portraits sind mehrmals im klassischen Bayern 4 TV- und Radiosender, Moskauer Radio-1 und TV, italienischen RAI sowie Radio und TV Holland erschienen.

Elena gibt Meisterklassen in Arcore/Italien (2002), Groningen (Holland) (2004), Europäischen Zentrum in Südkorea (2004), Moskau/Russland (2006), 2003-2011 und ab 2014 wieder jährlich in Walderbach/Deutschland und Tallinn im Rahmen des Alion Baltic Festivals (2014).

Im April 2014 wird sie mit dem Symphonieorchester Jaroslawl unter der Leitung von Murad Annamamedow (1. Klavierkonzert von Tschaikowski) und mit dem Symphonieorchester Kostroma unter der Leitung von Pawel Gerstein auftreten. Auch sind Meisterklassen an der Zentralen Musikschule am Moskauer Konservatorium im April 2015, in Tallinn (im Juli 2015) und in Walderbach (August 2015) geplant.

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